Die Keyword-Recherche ist noch immer für die Suchmaschinenoptimierung zentral. Wie hoch ist das Suchvolumen? Welche Suchbegriffe werden besonders häufig eingegeben? Kennt man die Keywords, nach denen Nutzer suchen, kann man die eigene Webseite dahingehend optimieren. Aber wie genau sollte bei der Keyword-Recherche vorgegangen werden?

 

Eigenschaften von Keywords

Es gibt viele verschiedene Aspekte, nach denen ein Keyword ausgewählt werden kann. Diese Eigenschaften können das Suchvolumen, die Wortanzahl, das Klickpotential oder die Suchintention sein. Für die Recherche sollte man sich zunächst Gedanken über die folgenden Fragen machen.

Suchvolumen: Wird ein Begriff häufig gesucht?

Wortanzahl: Besteht der Suchbegriff aus mehreren Wörtern?

Klickpotential: Beeinflussen SERP-Features wie beispielsweise „Google Featured Snippet“ die organischen Suchergebnisse?

Suchintention: Was ist das eigentliche Interesse des Nutzers?

Conversion Rate: Wie viel Prozent der Nutzer können aus Webseitenbesuchern zu neuen Kunden werden?

Bezahlte Suchergebnisse: Wie ist das Verhältnis zwischen bezahlten und organischen Suchergebnissen?

Clicks Per Search: Klickt der Nutzer viele Suchergebnisse nach einer Suche an?

Cost Per Click: Was kostet bei AdWords ein Klick?

Die Suchintention des Users

Bisher war viel von der Suchintention der User die Rede. Aber wie lässt sich einfach herausfinden, welche Absicht die User haben? Im Normalfall haben User nur eine Hauptintention, aber mehrere Nebenintentionen. Dabei wird zwischen expliziten und impliziten Suchintentionen unterschieden. Eine explizite Suchintention meint eine konkrete Frage, wie „Warum ist der Himmel blau?“. Bei einer impliziten Suchintention ist die Absicht nicht ganz so einfach ersichtlich. In dieser würde der Nutzer einfach nur: „Himmel blau?“ eingeben. Vermutlich wäre er aber auch bei dieser Suche an der Begründung interessiert, warum der Himmel blau ist.

Google ist heutztage sehr gut darin, die Absicht der Nutzer zu erkennen. Geben Sie daher einfach einen Begriff oder eine Frage in die Suchmaschine ein und schauen Sie sich dann die Ergebnisse an. Daraus lässt sich sehr einfach ableiten, woran die Nutzer interessiert sind.

Arten von Suchanfragen

Insgesamt können drei verschiedene Arten von Suchanfragen unterschieden werden: Die informationelle, die transaktionelle und die navigationale. Durch diese Kategorisierung lassen sich die Webseiten einfacher und gezielter optimieren. Es handelt sich dabei immer um verschiedene Suchintentionen der Nutzer. Was ist die Absicht, die hinter der Suche steckt?

Hat man die entsprechende Kategorie herausgefunden, dann kann die Webseite auf die entsprechenden Suchanfrage optimiert werden. Da in die Suchmaske meistens einfache Wörter aneinandergereiht werden, sollte das Keyword möglichst einfach sein, also ohne Steigerungen und andere grammatische Formen. Obwohl immer von „dem Keyword“ gesprochen wird, kann ein Keyword auch aus mehreren Wörtern bestehen. Dies ist häufig auch notwendig, um nicht zu allgemein zu sein. Das Keyword sollte immer möglichst präzise sein, damit die eigentliche Suchintention der User auch beantwortet wird.

Haben Sie beispielsweise eine Zahnarztpraxis in Stuttgart, dann wäre das Keyword „Arztpraxis“ viel zu allgemein. Sinnvoller wäre: „Arztpraxis Stuttgart Zahnmedizin“.

Informationelle Suchanfrage

Wird eine konkrete Frage in die Suchmaske eingegeben, dann handelt es sich um informationelle Suchanfragen. Bei dieser sind die Nutzer auf der Suche nach ganz bestimmten Informationen. Sie werden teilweise in ganzen Sätzen oder auch gekürzt eingegeben. Es handelt sich hierbei um die ursprünglichste Art einer Suchanfrage. Suchmaschinen hatten ursprünglich das Ziel, einzelne Informationen aus der Masse der verfügbaren Daten im Internet herauszufiltern. Informationelle Suchanfragen können aus einem einfach Wort, verschiedenen Wörtern, Fragen und Wortkombinationen bestehen. Häufig findet sich unter den ersten paar Ergebnissen Wikipedia. Dies liegt zum einen an der Größe von Wikipedia und zum anderen daran, dass Wikipedia eine klassische Informationsseite ist. Haben Suchmaschinen erkannt, dass der Nutzer auf der Suche nach einer Information ist, dann gibt die jeweilige Suchmaschine Informationen über das entsprechende Keyword aus.

Beispiele hierfür sind: „Rezept Apfelstrudel“, „Webseite optimieren“ oder „Wie wird morgen das Wetter?“.

Transaktionelle Suchanfrage

Hat ein Nutzer eine Kaufabsicht, dann wird von transaktionellen Suchanfragen gesprochen. Die Suchmaschine wird dann genutzt, um auf ein entsprechendes Produkt zu finden und zu kaufen. Es gibt einige Wörter, die ganz klar auf eine Kaufabsicht verweisen, wie beispielsweise „downloaden“, „kaufen“ oder „mieten“. Die Schwierigkeit besteht darin, die Kaufabsicht auch dann zu erkennen, wenn keines der eindeutigen Wörter verwendet wird. Dies wäre beispielsweise bei der Suche: „Zug von Stuttgart nach Tübingen“ der Fall. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Nutzer ein Ticket buchen möchte, ist in diesem Fall sehr hoch. Suchmaschinen können dem Nutzer daraufhin bereits mehrere Zugfahrten anzeigen und Preise einblenden.

Beispiele hierfür sind: „Auto kaufen“ oder „Handy günstig erwerben“.

Navigationale Suchanfrage

Kennt ein Nutzer bereits eine Seite, dann wird von navigationalen Suchanfragen gesprochen. Meistens hat er sie bereits besucht oder glaub zumindest, dass diese Seite existieren müsste. Oftmals wird dabei ein bestimmter Name, beispielsweise einer Firma, mit eingegeben. Bei einer navigationalen Suche benötigt der Nutzer keine Informationen und möchte nichts kaufen. Er nutzt die Suchmaschine nur, weil ihm die genaue Adresse nicht bekannt ist. Oder es über die Suchmaschine einfach schneller geht, als die komplette Adresse in den Browser einzugeben.

Beispiele hierfür sind: „Apple Handys“, „wbg Bücher aktuell“ oder „ebay Angebote“.

Wie sollte entsprechend der Suchintention der Content ausgewählt werden?

Für die eigene Webseite sollten Sie sich zunächst einmal über den Inhalt der eigenen Webseite Gedanken machen. Was wird angeboten? Handelt es sich um eine Informationsseite? Soll etwas verkauft werden? Im nächsten Schritt muss das Keyword analysiert werden. Handelt es sich um ein Keyword, das eine informationelle Suchanfrage impliziert, dann sollte die Webseite in erster Linie auch neutrale Informationen bieten und nicht einen Verkaufstext. Wählen Sie daher ihren Content immer entsprechend der Suchintention der Nutzer aus.

Wichtig ist daher immer, dass nicht nur das Keyword relevant ist, sondern immer auch der Content, der im Zusammenhang mit diesem Keyword geschrieben wird. Es bringt nichts, wenn das Keyword überhaupt nicht zu dem passt, wonach der Nutzer eigentlich sucht. Es handelt sich hierbei um eines der wichtigsten Aspekte, das bei der Keyword-Optimierung beachten werden muss. Identifizieren Sie das Keyword nach eine der drei Arten Kategorieren und richten Sie Ihren Content dahingehend aus.

Arten von Keywords

Keywords lassen sich in drei große Arten zusammenfassen. Die erste Kategorie wird als „Body Keywords“ bezeichnet, die zweite als „Head Keywords“ und die dritte als „Long Tail Keywords“. Was versteht man unter diesen drei Arten? Auf welche Art sollten Sie sich spezialisieren? Grundsätzlich unterscheiden sich die Arten hinsichtlich ihrer Wortanzahl, dem Suchvolumen und dem daraus folgenden Wettbewerb.

Head-Keywords

Hierbei handelt es sich um die am stärksten umkämpften Keywords. Sie bestehen aus nur einem Wort und haben ein sehr hohes Suchvolumen. Dadurch ist das Keyword stark umkämpft. Zudem ist die Conversion Rate gering. Dies liegt an der Schwierigkeit, die Suchintention der Nutzer zu erkennen. Gibt zum Beispiel jemand das Keyword „Fußball“ in die Suchmaske ein, dann könnte die Suchintention sehr unterschiedlich sein. Möchte er einen Fußball kaufen? Sucht er nach Informationen über die letzten Spielergebnisse? Oder möchte er Informationen über den Spielball selbst bekommen?

Body-Keywords

Ein Keyword kann auch aus mehreren Wörtern bestehen. Body Keywords setzen sich meist aus 2-3 Wörtern zusammen. Für gewöhnlich haben diese Keywords ein gutes Suchvolumen. Sie sind teilweise weniger stark umkämpft, können aber auch einen hohen Wettberb haben. Ein Beispiel wäre: „Smartphone online kaufen“.

Long-Tail-Keywords

Prinzipiell lässt sich das im Detail nicht mit hunderprozentiger Gewissheit für jedes Keyword beantworten, da es immer vom jeweiligen Keyword abhängt. Im Großen und Ganzen aber sind besonders Long-Tail-Keywords erfolgsversprechend, weil sie einen viel niedrigeren Wettbewerb haben. Dadurch sind sie aber auch viel schwerer zu finden und lassen sich schwerer in den Text einbauen. Ein Keyword muss immer genau so eingebaut werden, wie der Nutzer es eingibt. Ist das Keyword „Babys Statistik 2017 in Deutschland im Vergleich Bundesländer“, dann muss das genau so irgendwie in den Text eingebaut werden. Das macht es natürlich sehr schwer. Tipp: Binden Sie solche Keywords als Überschrift oder als Beispiele im Text ein.

Welche Art verspricht den größten Erfolg?

Long-Tail-Keywords bestehen immer aus mindestens vier Wörtern. Nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Nutzer geben viele Wörter oftmals dann ein, wenn sie auf der Suche nach spezifischen Informationen sind. Gerade weil sie so spezifisch sind, haben sei kein sehr hohes Suchvolumen. Die Konkurrenz ist folglich eher gering. Dennoch bestehen die meisten Suchanfragen im Internet aus Long-Tail-Keywords.

Darauf sollte unbedingt geachtet werden

Im Folgenden werden viele Vorschläge gemacht, wie bei der Keyword-Recherche vorgegangen werden kann. Man sollte sich aber immer wieder bewusst machen, dass besonders ein guter Text relevant ist. Er muss für Nutzer lesbar und interessant sein. Werden zu viele Keywords zwanghaft in den Text eingebaut, wird dies auf der einen Seite Google feststellen und die Seite dementsprechend abstrafen. Auf der anderen Seite leidet womöglich die Qualität des Textes. Wenn eine Seite keinen Mehrwert für die Nutzer bietet, dann wird sie auch nicht geklickt werden und hat keine Chance, in den Suchergebnissen weit oben zu ranken.

Ebenfalls sollte eine Webseite zunächst nicht auf ein Keyword optimiert werden, das sehr umkämpft ist. Zwar werden viele User nach diesem Keyword suchen. Aber weil dabei die Konkurrenz sehr hoch ist, ist ein hohes Ranken in den Suchergebnissen sehr schwierig.

Sind Keywords dann überhaupt noch relevant?

Wenn ein guter Text das Wichtigste ist, könnte man sich die Frage stellen, wie relevant Keywords dann überhaupt noch sind. Insbesondere wenn man bedenkt, dass der Google Algorithmus mittlerweile sehr intelligent ist und die Webseite nach viel mehr Kategorien analysiert als nur nach Keywords.

Dennoch haben Keywords eine große Bedeutung. Dies liegt in erster Linie daran, weil Google immer noch den Text analyisiert, um für Suchanfragen passende Suchergebnisse anzuzeigen. Zwar entscheidet Google dies nicht mehr ausschließlich anhand der Kewords. Durch sie kann man aber auf die Suchintention der Nutzer schlussfolgern. Nutzer geben in die Suchmaske ihre Absichten und Ziele ein. Daraus kann dann ein hilfreicher Content für die Zielgruppe abgeleitet werden und so eine informative, interessante und relevante Webseite erstellt werden.

Das Ziel einer Keyword-Recherche ist es einerseits, sich über die Absichten der Nutzer klar zu werden und den Content daraufhin auszurichten. Zum anderen lassen sich Begriffe und Themen erkennen, die von Kunden häufig gesucht werden.

Tipp: Das AIDA-Modell

Das AIDA-Modell ist eine Abkürzung der Begriffe: Attention, Interest, Desire und Action. Das Modell hilft dabei, sich über die Suchintentionen der Nutzer klar zu werden. Hält man sich an das Modell, dann wird im Normalfall immer folgende Frage abgedeckt: Was möchte der Nutzer erreichen, wenn er besimmte Suchbegriffe bei Google eingibt?

Attention (Aufmerksamkeit): Wecken Sie die Aufmerksamtkeit der Nutzer.

Interest (Interesse): Erzeugen Sie ein Interesse an dem Produkt der Webseite. Dies kann auch eine Information sein.

Desire (Verlangen): Der Nutzer sollte von der Dienstleistung oder dem Produkt überzeugt werden.

Action (Handlung): Helfen Sie dem Nutzer dabei, zu der gewünschten Handlung zu kommen. Soll ein Produkt verkauft werden, dann muss beispielsweise der „Kaufen-Button“ einfach zu finden sein.

Wie finde ich die richtigen Keywords?

Leider ist es für die Recherche heutzutage zu wenig, sich einfach nur über mögliche Keywords der Zielgruppe Gedanken zu machen und diese in eine Suchmaschine einzugeben, um daraus dann aufgrund vager Informationen ein Keyword auszuwählen. Eine gute Recherche lässt sich aber mit der folgenden Vorgehensweise einfach umsetzen.

Nischen-Märkte

Um passende Keywords zu finden, kann man sich diverser Tools wie dem Google Keyword Planner (GKP) bedienen. Diese Tools sind auch sinnvoll und sollten genutzt werden. ABER: Es werden dabei nur Keywords angezeigt, die sich sehr nahe am eingegebenen Keyword befinden. Das bedeutet, dass entsprechend viele nach genau diesen Keywords suchen und die Konkurrenz sehr hoch ist. In diesen Fällen ist es enorm schwierig, überhaupt auf die ersten Plätze zu ranken.

Um noch viel mehr Keywords zu finden, die gleichzeitig ein hohes Suchvolumen und auch eine geringe Konkurrenz haben, kann man die sogenannten Nischen-Märkte nutzen. Dabei handelt es sich um Untersegmente eines größeren Marktes. Am einfachsten lässt sich das mit einem Beispiel erklären.

Sie haben einen Online-Shop, der Fußbälle verkauft. Wenn Sie nun Fußbälle im GKP eingeben, dann bekommen sie viele ähnliche Keywords angezeigt, die Ihnen aber nicht immer weiterhelfen, weil sie stark umkämpft und oftmals sehr allgemein gehalten sind. Wenig umstrittene Keywords werden dabei selten angezeigt, sind aber enorm wertvoll für die Seite. Um diese speziellen Keywords zu identifizieren, kann man Nischen-Wolken erstellen. Nischen-Märkte sind also nichts anderes, als verwandte Keywords zum eigentlichen Keyword, die aber viel weniger umkämpft sind.

Nischen-Wolken

Ziel der Nischen-Wolken ist es, Nischen-Märkte abzubilden, die sich um das oben genannte Beispiel eines Fußball-Online-Shops herum bewegen. Erstellen Sie hierzu einfach eine Mindmap. In die Mitte schreiben Sie das eigentliche Produkt: Fußbälle. Drum herum notieren Sie sich verwandte Begriffe, die mit Fußbällen zu tun haben, wie beispielsweise „Fußballschuhe“, „Elfmeter“, Dribbeltechnik“ oder „Fußballergebnisse“. Diese können dann wiederum als Keywords genutzt werden.

Wikipedia

Einfach genial, aber sehr simpel, ist die Verwendung von Wikipedia. Dort machen sich besonders viele Experten Gedanken über ein bestimmtes Thema. Es lohnt sich, hier einfach einmal das Inhaltsverzeichnis eines Themas zu betrachten. In diesen finden sich sehr gut Nischen-Märkte.

Foren

Foren zu bestimmten Themen werden sehr oft von der entsprechenden Zielgruppe genutzt. Auch hier kann man sich wieder die einzelnen Sektionen anschauen, nach denen ein Begriff im Forum unterteilt ist. Relevant ist hierbei die Frage, worüber sich Fußball-Interessierte unterhalten. Was interessiert sie?

Käuferprofile

Sehr zentral: Machen Sie sich Gedanken über Ihre potentiellen Kunden. Wer könnte Ihre Webseite anklicken? Hat man solche Profile erstellt, kann man sich viel besser in die Kunden hineinversetzen und die Webseite dementsprechend nach den besten Keywords optimieren. Erstellen Sie dafür ein Käuferprofil mit folgenden Daten:

Alter. Geschlecht. Hobbies. Geschätztes Einkommen. Ziele.

Keyword-Tools

Zusätzlich können Sie immer auch diverse Tools für eine Keyword-Recherche verwenden. Dabei stellt sich die Frage, ob sie überhaupt notwendig oder nicht sogar unerlässlich für eine gute Keyword-Recherche sind. Was bringen Keyword-Tools? Eine tolle Funktion beim Google Keyword Planer ist beispielsweise die, dass das Suchvolumen eines Keywords abgefragt werden kann. Die Ergebnisse kann man sich dann als Liste exportieren lassen. Neben vielen kostenpflichtigen Tools gibt es auch einige kostenlose. Im Nachhineigen werden ein paar auswählte Tools vorgestellt.

Kostenlose Tools

Fangen wir mit den kostenlosen Tools an. Der große Vorteil bei allen ist natürlich, dass sie kein Geld kosten. Aber nur weil etwas kein Geld kostet, heißt das nicht, dass man ihnen auch vertrauen kann. Woher ziehen die Tools beispielsweise ihre Daten? Wenn sie völlig andere Ergebnisse liefern als der Google Keyword Planer, dann kann den Ergebnissen nicht wirklich vertraut werden. Für die hier vorgestellten Tools wurde dieser Aspekt bereits berücksichtig, sodass man sich besonders auf die jeweilien Funktionen konzentrieren kann.

Bing Keyword-Planer

Vorab die wichtigsten Infos:

  • Ähnlichkeit zum Google Keyword-Planer.
  • Anmeldung mit Microsoft-Konto erforderlich.
  • Nutzt die Suchmaschine Bing.
  • Erstellung von Listen möglich.
  • Themenverwandte Begriffe können angezeigt werden.

Beim ersten Keyword-Tool, dass an dieser Stelle vorgestellt werden soll, handelt es sich um den Bing Keyword-Planer. Wenn man bereits den Google Keyword Planer kennt, dann wird man sich aufgrund der großen Ähnlichkeit sehr gut mit diesem zurecht finden.

Was ist gut? Bei diesem Tool lassen sich ganz einfach mehrere Keyword-Vorschläge anzeigen, die einen Bezug zu einem bestimmten Wort haben oder auf Basis einer Webseite sind. Besonders die Möglichkeit, Keywords für unterschiedliche Gerätekategorien herauszufinden, überzeugt. Das meint, dass man sich problemlos das Suchvolumen eines bestimmten Keywords für das Smartphone anzeigen lassen kann. Das ist besonders dann hilfreich, wenn die Zielgruppe besonders häufig Smartphones für die Recherche benutzt. Zusätzlich lassen sich noch Keywords für einzelne Regionen oder ganzen Ländern recherchieren. Ebenfalls gut ist die Möglichkeit, ähnliche Keywords anzeigen zu lassen. Leider funktioniert diese Option nicht immer. Nur dann, wenn das Keyword ein entsprechend hohes Suchvolumen hat. Hierbei handelt es sich bereits um das erste große Problem.

Was ist nicht gut? Da die Suchmaschine Bing lediglich einen Anteil von nur rund 5% hat, sind nicht immer ausreichend Daten über alle Keywords vorhanden. Konkret bedeutet das, dass die Ergebnisse nicht unbedingt repräsentativ sind. Leider muss man sich zudem für dieses Tool mit einem Microsoft Konto in Bing Ads anmelden.

Google Keyword-Planer

Vorab die wichtigsten Infos:

  • Adwords-Konto notwenig.
  • Nur ungefähres Suchvolumen.
  • Greift auf die Datenbank von Google zu.
  • Möglichkeit, Listen hochzuladen.

Dieses Tool wird von Google selbst angeboten. Für die Nutzung bedarf es einer Registrierung eines Adwords-Kontos. Danach können viele Informationen über das Keyword abgefragt werden. Leider werden die Daten zum Suchvolumen seit 2016 nur noch sehr grob angegeben. So erhält man für ein Keyword zwar eine lange Liste. Diese gibt dann aber nur grobe Werte von beispielsweise 1000 – 10000 Suchanfragen im Monat an. Zwischen den möglichen 1000 und den ebenso möglichen 10000 Anfragen liegt aber ein enormer Unterschied. Dieses Tool eignet sich daher mittlerweile eher für eine Grundanalyse. Positiv hervorzuheben ist noch, dass Listen mit Keywords eingegeben und auch hochgeladen werden können. Mit diesen lassen sich dann Prognosen anzeigen.

Google Suggest

Vorab die wichtigsten Infos:

  • Vorhersagen in der Suchmaske.
  • Liefert meistgenutze Suchbegriffe.
  • Viele Tools nutzen Google Suggest als Datenquelle.
  • Erster Anhaltspunkt bei der Recherche.

Wenn Nutzer in die Suchmaske bei Google einen Suchbegriff eingeben, dann schlägt Google bereits beim Eingeben passende Keyword-Kombinationen vor. Diese Keyword-Kombinationen beziehen sich auf die meistgenutzen Suchbegriffe. Dieses Tool ist daher häufig der erste Anhaltspunkt bei einer Keyword-Recherche. Streng genommen handelt es sich hierbei nicht um ein Tool. Aber diese Vorhersagen werden von vielen Tools als Datenquelle genutzt und können auch manuell gut verwendet werden

Google Trends

Vorab die wichtigsten Infos:

  • Filtern nach zeitlichem Kontext.
  • Ergebnisse nach Länder, Zeitspannen und Kategorien.
  • Gute grafische Übersicht.

Mit Google Trends lassen sich grafisch schön dargestellt Suchanfragen im zeitlichen Kontext betrachten. Diese können dann nach verschiedenen Kategorien ausgegeben werden, wie beispielsweise nach Ländern, Zeitspannen und News- oder Shopping-Suchen.

Karma Keyword Tool

Vorab die wichtigsten Infos:

  • Einfach zu bedienen.
  • Keine Anmeldung.
  • Infos über das Suchvolumen, Wettbewerb, CPC und Keywords für verschiedene Länder.
  • Keine Erstellung von Listen möglich.

Das Tool glänzt besonders aufgrund seiner Einfachheit. Weder eine Registrierung noch anderweitige Informationen müssen angegeben werden. Es genügt, das gewünschte Keyword in eine Suchmaske einzugeben und schon gibt das Programm jede Menge Daten heraus. Diese sind beispielsweise Informationen über das Suchvolumen, die Anzahl der Suchresultate sowie Daten zum Wettbewerb.

KEYWORD-TOOLS.org

Vorab die wichtigsten Infos:

  • Sehr hohe Ähnlichkeit zum Google Keyword-Planer.
  • Nur für Deutschland nutzbar.
  • Begrenzte Abfrageanzahl.
  • Kein Downloaden als Excel-Datei möglich.

Dieses Tool hat eine sehr große Ähnlichkeit zum Google Keyword-Planer. Gemeint ist hier das ähnliche Ergebnis über das Suchvolumen, nicht die Bedienbarkeit. Nach einer Anfrage gibt das Program neben dem Suchvolumen des gewünschten Begriffs auch noch themenverwandte Keywords aus. Leider können keine anderen Länder mit angefragt werden. Das größte Manko ist allerdings, dass die Anzahl der Abfragen pro Tag begrenzt ist.

Moz Keyword Explorer

Vorab die wichtigsten Infos:

  • Kostenlose Version des Moz Pro Services.
  • Kein absoluter Wert des Suchvolumens.
  • Begrenzte Abfrageanzahl: 10 pro Monat.
  • Möglichkeit, viele verschiedene Daten anzeigen zu lassen.

Das Tool sticht besonders aufgrund seiner umfangreichen Metriken hervor. Dies hilft sehr dabei, den Wettbewerb gut einschätzen zu können. Um das Tool nutzen zu können, bedarf es einer einmaligen Registrierung bei Moz. Danach können jedoch lediglich zehn Keywords pro Monat abgefragt werden. Das ist äußert wenig und macht es für eine umfrangreiche Keyword-Recherche nicht brauchbar. Möchte man aber nur hin und wieder einzelne Keywords abfragen, dann lassen sich hilfreiche Informationen, wie die Priorität, die Schwierigkeit oder die organische CTR abfragen.

Searchmetrics ResearchCloud

Vorab die wichtigsten Infos:

  • Registrierung notwenig.
  • Eingeschränkte Version.
  • Ergebnisse ähneln denen aus dem Google Keyword-Planer teilweise sehr wenig.
  • Keine Begrenzung an Keyword-Abfragen.

Besonders gut an diesem Tool ist, dass es keinerlei Begrenzung der Keyword-Abfragen gibt. Einziges Manko dabei ist, dass lediglich drei weitere ähnliche Keywords angezeigt werden. Sollen es mehr sein, muss zu der kostenpflichtigen Version gegriffen werden. Problematisch ist zudem, dass sich die Ergebnisse über das monatliche Suchvolumen deutlich vom Google Keyword-Planer unterscheiden. Nach einer Abfrage zeigt das Tool eine Analyse der ersten Suchergebnisseite grafisch an, was den Vergleich mit weiteren Wettbewerbern vereinfacht.

TermExplorer

Vorab die wichtigsten Infos:

    • Registrierung notwenig.
    • Schwierige Bedienbarkeit.
    • Bulk Exports möglich.
    • Begrenzung an Keyword-Abfragen.

Dieses Tool ermöglicht mit dem Bulk Export, für mehrere Keywords gleichzeitig das Suchvolumen abzufragen. Dies beschleunigt und erleichtert auf der einen Seite die Arbeit sehr stark. Allerdings ist die sonstige Bedienbarkeit etwas schwierig. So gibt es eine eigene Währung (Credits) in diesem Tool, die man für eine Abfrage ausgeben muss. Im Tool muss für jede Abfrage ein Bulk Keyword Job eröffnet werden. Die Credits reichen lediglich für 5 Abfragen pro Tag. Mehr gibt es dann bei der kostenpflichtigen Version. Für dieses Tool ist eine Registrierung notwendig.

Ubersuggest

Vorab die wichtigsten Infos:

  • Keine Registrierung notwenig.
  • Einschätzung zur SEO Difficulty, CPC und Paid Difficulty.
  • Export als Liste möglich.

Für dieses Tool ist keine Registrierung notwenig. Das Besondere ist, dass Sie Informationen zur SEO Difficulty, den CPC und der Paid Difficulty bekommen. Bei der Difficulty handelt es sich um einen Vergleich mit der Konkurrenz. Wie große ist die Konkurrenz bei einem bestimmten Keyword? Genial ist die Möglichkeit, das Suchvolumen nach verschiedenen Monaten anzeigen zu lassen. So lässt sich sehr einfach herausfinden, in welchen Monaten ein Keyword besonders häufig gesucht wird. Die Ergebnisse einer Abfrage lassen sich mit einer Liste problemlos exportieren.

Kostenpflichtige Tools

Neben den vielen kostenlosen Tools gibt es auch einige kostenpflichtige. Diese sollen ebenfalls kurz vorgestellt werden.

Ahrefs Keyword Explorer

Vorab die wichtigsten Infos:

  • Hoher Preis.
  • Riesige Datenbank.
  • Sehr gute Aussagen möglich.

2017 startete Ahrefs Keyword Explorer 2.0 und stellt seitdem eine enorm große Keyword-Datenbank zur Verfügung. Gerade für Long-Tail-Keywords ist die große Datenbank sehr hilfreich. So können deutlich genauere Aussagen getätigt werden. Dieses Tool gibt jede Menge Daten heraus, wie zum Beispiel Daten über das Suchvolumen zu einem Keyword, das dann aber zu keinem Klick führt. Oder Informationen über den Anteil der organischen Klicks. Ahrefs Keyword Explorer kostet derzeit in der Standartversion 179$ monatlich.

Keyword Finder

Vorab die wichtigsten Infos:

  • Skalierung von 0-100 für Brauchbarkeit des Keywords.
  • Angaben zu Suchvolumen, AdWords-Klickpreis, Wettbewerb und mehr.
  • Keine guten Angaben zu verwandten Keywords.

Der Keyword-Finder gibt eine Einschätzung zu der Brauchbarkeit eines Keywords in einer Skala von 0-100 an. Darin sind dann Informationen zum Suchvolumen, dem AdWords-Klickpreisen, dem Wettbewerb und vielem mehr enthalten. Leider machen die Angaben zu verwandten Keywords meist nicht so viel Sinn. Es werden viele nicht wirklich passende oder irrelevante Keywords vorgeschlagen.

Searchmetrics

Vorab die wichtigsten Infos:

  • 2 Bereiche: Projektbereich und Research-Bereich.
  • Riesige Datenbank.
  • Eines der bekanntesten Tools.
  • Sehr teuer.

Dieses Tool gehört wohl zu den bekanntesten. Die Datenbank von Searchmetrics ist mit über 25000 Datenpunkten riesig und wurde bereits häufig ausgezeichnet. Mit diesem Tool bekommen Sie sehr viel Funktionen. Das Tool lässt sich in zwei größere Bereiche unterteilen: den Projektbereich und den Research-Bereich. Im Projektbereich ist es möglich, ein Keywordset und einen Mitbewerber mit der eigenen Domain in einem längeren Zeitraum zu analysen. Ändert sich beispielsweise das Ranking, dann wird informiert Sie dieses Tool darüber. Im Research-Bereich können Daten zu den Rank, Mitbewerbern, Backlinks und vielem mehr gewonnen werden. Allerdings muss für dieses Programm tief in die Tasche gegriffen werden.

Sistrix

Vorab die wichtigsten Infos:

  • Sichtbarkeitsanalysen auf Verzeichnis-Ebene möglich.
  • Kostet etwa 100€ monatlich.
  • Keyword-Daten können kostenlos exportiert werden.
  • Gute Erklärungen und Videos.

Dieses Tool zeichnet sich vor allem durch den Sichtbarkeitsindex aus, mit dem ein Maßstab für den Erfolg einer Webseite geboten wird. Viele Erklärungen und Videos sorgen für ein besseres Verständnis. Es ist möglich, sowohl eigene als auch fremde Webseiten auszuwerten. Das Tool kostet etwa 100€ im Monat. Gut ist zudem, dass bestimmte Keyword-Daten teilweise kostenlos exportiert werden können.

Keyword-Tools Fazit

Insgesamt gibt es eine enorm große Anzahl an sowohl kostenlosen als auch kostenpflichtigen Keyword-Tools, die bei einer Keyword-Recherche helfen können. Ziel einer Keyword-Recherche ist es am Ende immer, den Traffic der eigenen Seite zu erhöhen. Als Traffic wird die Zahl der Nutzer bezeichnet, die eine Internetseite besuchen. Die hier in aller Kürze vorgestellten Tools haben jeweils ihre eigenen Vor- und Nachteile. Im Grunde genommen reicht es daher nicht aus, sich lediglich auf ein einziges Tool zu beschränken. Nur durch die Nutzung verschiedener Tools, helfen sie bei einer wirklich guten Keyword-Recherche. Gerade die kostenlosen Tools haben hier und da Einschränkungen, die aber durch die Nutzung weiterer Tools, welche diese Einschränkungen nicht haben, wieder ausgeglichen werden können.

Zusammenfassung

Um das Suchvolumen für die eigene Webseite zu erhöhen, sollte man unbedingt die passenden Suchbegriffe kennen. Ganz logisch, wenn die Webseite auf Keywords optimiert ist, nach denen gar nicht gesucht wird, dann werden auch entsprechend wenig Personen die Seite finden. Vor der Keyword-Recherche sollte man sich über die Keyword-Eigenschaften klar werden und versuchen, sich bestmöglich in die Nutzer hineinzuversetzen. Dabei gilt immer, dass Nischen-Märkte identifiziert werden, um nicht aufgrund der hohen Konkurrenz zu scheitern.