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Anktertext: Was ist ein Ankertext / Anchor?

von David Wagner | 03.02.2021 | SEO WIKI

Titelbild Wiki Ankertexte

Jeder, der sich mit Backlinks oder interner Verlinkung befasst, hat das Wort Ankertext schon einmal gelesen. Aber was genau sind Ankertexte und warum sind diese für das Linkbuilding so wichtig? Welche Funktion haben Ankertexte und wie sollen diese am besten aussehen? In diesem Artikel erfährst du, welche Funktionen Ankertexte haben und erhältst einige Tipps wie Du Deine Ankertexte am besten gestaltest.

Definition Ankertext

Ein Ankertext (auch Anchor Text oder Linktext) ist das Wort, mit dem ein Link auf eine andere Seite verlinkt ist. Der Text ist meistens blau und oftmals unterstrichen. Dieser verlinkte Teil des Textes wird auch Hyperlink genannt. Sie zeigen also in Textform, wohin ein User mit dem Klick auf den Hyperlink geführt wird. Klickt ein User auf den Ankertext des Hyperlinks, so wird er auf die Zieladresse des Links weitergeleitet. Diese Verlinkungen können zu folgenden Inhalten führen:

  • interner Link: Verlinkung führt zu einen anderen Abschnitt der eigenen Domain
  • externer Link: Verlinkung führt zu einem Inhalt auf einer anderen Webseite bzw. URL.

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Welche Funktionen hat ein Anchortext?

Ein Anchor-Text dient also dazu um einen Link beschreibend darzustellen. Dem User bzw. der Suchmaschinen werden so schon vorab gezielt Informationen gegeben um was es auf der Zielseite geht. Würde man im Text ausschließlich nackte URLs verlinken, so hätte der User überhaupt keine Ahnung davon, was ihn auf der Zielseite erwartet. Mit optimierten Ankertexten kann man also gezielt dem User Informationen zuschieben und ihn in eine gewisse Richtung lenken. Hier haben wir einige Beispiele welche Funktionen Ankertexte unter anderem haben können:

  • Hinweis: Der User wird mit dem Ankertext darauf aufmerksam gemacht, dass es zu einem bestimmten Thema mehr Informationen gibt  –  „In einer <u>Umfrage der LMU München</u> finden Sie dazu mehr Informationen.“

  • Einladung: Der User wird mithilfe des Ankertextes darauf hingewiesen, dass noch andere Inhalte auf der Webseite interessant sein könnten –  „In <u>unserem Blog</u> erfahrt ihr mehr zum Thema SEO.“

  • Navigation: Erleichterung für den User, die für ihn relevante Zieladresse zu finden – „Sie wollen mehr zum Thema Suchmaschinenoptimerung wissen? <u>Hier geht’s lang</u>.“

Anchor-Texte sind für die User aber auch für die Suchmaschinenoptimierung immens wichtig.

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Welche Formen von Ankertexten gibt es?

Man unterscheidet bei den Ankertexten zwischen unterschiedlichen Typen:

  • Exact Match/harter Anker: SEO Agentur – Dieser besteht aus genau dem Keyword auf welches die Seite ranken soll
  • Partial Match: SEO Agentur in Stuttgart – Hier steht das Keyword in Zusammenhang mit einem anderen Wort
  • Marken/Branded: H&W//SEO Agentur – Hier wird direkt auf die Brand verwiesen.
  • Generische: Hier gehts zur Website – Deutlicher Hinweis mit Handlungsaufforderung
  • Verwandte/Synonyme: Suchmaschinenoptimierung – Verweistext enhält ein Synonym oder verwandten Begriff des Keywords
  • Zufällige Ankertexte: Es gibt neue Regeln – Anker hat keinen Bezug zum Keyword und ist nicht so generisch wie „hier klicken“
  • Longtail-Ankertext: Hier geht es zur Website von H&W für Suchmaschinenoptimierung – Besteht aus mehreren Arten von Anker-Text Typen.

Natürlich können auch Bilder verlinkt werden, hier existiert dann aber kein Anker-Text im klassischen Sinne.

Grafik mit Beispielen für Ankertexte

Als Backlink (deutsch: Rückverweis) oder Inbound Link (deutsch: eingehender Link) bezeichnet man einen eingehenden externen Link von einer Domain zu einer anderen. Hierbei gilt es vorallem, zwischen Nofollow- und Dofollow-Links zu unterscheiden. Der Unterschied? Ein Nofollow-Link enthält im HTML einen zusätzlichen Code der Suchmaschinen darauf hinweist, diesen Link bei der Bewertung einer Seite nicht zu beachten.

Folgende Link-Arten können bei Backlinks unterschieden werden:

  • Nofollow: Google soll beim Ranking diesen Link nicht berücksichtigen
  • Sponsored: Dieser Link wurde aufgrund einer Vereinbarung mit einem Publisher generiert
  • UGC (User Generated Content): Dieser Link und damit gleichzeitig der komplette Inhalt wurde von Nutzern generiert
  • Dofollow: Diese Links werden beim Crawlen von Google miteinbezogen und spielen eine Rolle, wenn es um das Ranking in der Suchmaschine geht.

Warum die Unterscheidung wichig ist? Hierzu erfährst Du in unserem Blogbeitrag über Backlinks mehr.

Was sich seit dem Penguin Update verändert hat

Mittels der Penguin Updates wollte Google dem massiven Missbrauch, vor allem im Bereich der externen Verlinkungen, Einhalt gebieten. Die Suchmaschine wollte verhindern, dass unnatürliche Verlinkungen auf Websiten überhand nehmen. Der Mehrwert einer Seite soll ausschließlich durch den Inhalt, und nicht durch Spamming Maßnahmen bestimmt werden. Das erste Update betraf vor allem externe Verlinkungen auf andere Webseiten.

Zuvor war es für manchen Webseiten Gang und Gäbe, durch das überproportionale Verwenden von harten Anchor Texten (auch Money Keywords, da diese häufig gekauft werden) das Ranking in den Suchergebnissen positiv zu beeinflussen. Massenhaft externe Verlinkungen mit exakten Keyword Ankertexten wurden dazu verwendet, das Ranking künstlich nach oben zu pushen. Hier wurde vor allem auf die reine Masse an Backlinks gesetzt um der eigenen Seite eine hohe Relevanz zu verschaffen. Diese Zeiten der Offpage Optimierung sind definitiv längst vorbei. Mittlerweile ist dieses sogenannte Keyword Stuffing in den Anker-Texten einer externen Verlinkung für Google ein eindeutiges Signal dafür, dass der Link gekauft ist. Wenn Dir Dein Ranking lieb ist, lass es bleiben! 

Das betrifft aber nur externe Links. Bei internen Verlinkungen kannst Du daher deutlich mehr harte Ankertexte verwenden.

Infografik zum Thema Pengiun Update

Wie sollten die Ankertexte bzw. das Linkprofil einer Seite insgesamt aussehen?

Hier muss man zwischen dem internen und dem externen Linkprofil unterscheiden. Zur Erinnerung: Google Penguin! Ein natürliches, „gesundes“ Linkprofil enthält alle Arten von Links und Anktertexten. Es wäre komplett unrealistisch dass ein Website nur externe Dofollow Links mit harten Ankertexten erhält. In der Vergangenheit wurden teilweise massig Links mit ausschließlich harten Ankertexten gesetzt. Damals galt noch Masse, Masse, Masse. Am Ende gewann der, mit den meisten Backlinks. Das hat sich aber komplett geändert. Die Google Penguin Updates der letzten 10 Jahre haben dem massiv Einhalt geboten. Hierzu findest Du in unserem Blogartikel zum Thema Backlinks mehr. 

Das externe Linkprofil einer Seite sollte daher im besten Fall immer aus möglichst vielen unterschiedlichen Anker-Texten und Linktypen bestehen. Die ist unter anderem auch ein starkes Zeichen für natürlichen Linkaufbau. Denn es ist nicht möglich durch natürliches Linkbuilding fast nur harte Ankertexte (sog. exact match) zu erhalten. Diese bilden im Gegenteil eher die absolute Ausnahme. Achte daher vor allem bei der externen Verlinkung auf ein natürliches Linkprofil und überprüfe stetig die Ankertexte deiner Backlinks.

Beim internen Linkbuilding spielen diese Faktoren weniger eine Rolle. Du kannst also problemlos harte (bzw. exact match) Ankertexte beim internen Linkbuilding verwenden. Das macht auch durchaus Sinn und kann sich positiv auf die Erfahrung einer Suchmaschinen mit Deiner Seite auswirken. Denke aber auch hier daran, für den User kann es durchaus Sinn ergeben, auch andere Arten von Ankertexten ins Spiel zu bringen (vor allem generische Anchor-Texte wie „hier weiterlesen“ oder „mehr erfahren“.

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Was sagt Google dazu?

Google nutzt Anchor Texte und darin enthaltene Keywords um zu verstehen, worum es auf einer Webseite geht. Allerdings spielt hier mittlerweile auch die verlinkende Seite, deren Reputation und das Thema eine große Rolle bei der Bewertung des Links. Das Unternehmen sagt zur Rolle der Linktexte selbst:

Google zu Ankertexten & Backlinks:

„Linktexte werden in unserer Suchmaschine besonders behandelt. Die meisten Suchmaschinen betrachten den Text eines Links im Zusammenhang der Seite, auf der sich der Link befindet. Wir betrachten ihn außerdem im Zusammenhang der Seite, auf die der Link verweist.“

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Zusammenfassung: Ankertexte

Für ein optimales Ranking spielen nicht nur die passenden Keywords in Ankertexten und die bloße Anzahl an Backlinks und internen Verlinkungen eine Rolle. Es steht immer mehr der thematische Zusammenhang zwischen den verlinkten Seiten im Vordergrund. Die Verweise müssen thematisch Sinn ergeben, hierauf sollte auch bei internen Links geachtet werden. Hierauf musst Du auch 2021 als Webmaster im Online Marketing oder SEO besonders achten. Grundsätzlich gilt aber natürlich, je besser ein Ankertext gewählt ist, desto einfacher ist es für den User und Google zu verstehen, worum es auf der verlinkten Seite geht. Dafür ist es hilfreich, wenn die Wörter für die Ankertexte so gewählt werden, dass Sie dem User bereits einen ersten Eindruck davon geben, was ihn gleich erwartet. Manche sprechen in diesem Kontext auch von „sprechenden“ und selbsterklärenden Anhcor-Texten. Denn dies erleichtert dem User den Zu- bzw. Umgang mit Deiner Website. Und Google kann gleichzeitig die thematische Relevanz hinter dem Link und dessen Intension zuordnen. 

David Wagner

David Wagner

Inhaber & Geschäftsführer

Schon während dem Studium war David Wagner immer im Online Marketing aktiv. Vor allem das Schreiben von Inhalten und Content Design sind neben dem täglichen Agenturgeschäft immer wieder ein herausforderndes Highlight. Nach seinem Jura Studium gründete David Wagner im Jahr 2017 die Agentur H&W//Brand Experience die sich auf alle Bereiche im Online Marketing spezialisiert hat.

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