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Domain Authority

von Sophie Diehl

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31.05.2022

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Titelbild Wiki 404 Fehler

„Da leite ich Sie am besten an meinen Kollegen weiter! Der kennt sich da viel besser aus!“ Du hast diesen Satz so, oder so ähnlich schon mal gehört? Glückwunsch! Du kennst das grundsätzliche Prinzip der internen Verlinkung bereits und lernst jetzt, es erfolgreich für Deine Website anzuwenden.

Interne Verlinkung – Was ist das?

Ganz einfach gesagt, bezeichnet man als interne Verlinkung das Verlinken einer Webseite der eigenen Domain, mit einer anderen Webseite der eigenen Domain. Google versteht durch interne Verlinkung besser, welches die wichtigsten Inhalte auf einer Webseite sind. Daraus lernen wir: Du kannst mit dem richtigen Knowhow über interne Verlinkung einen Einfluss darauf nehmen, wie gut deine Webseite bei Google rankt. Daher gehört SEO und (interne) Verlinkung untrennbar zusammen.

Warum benötigt man Verlinkungen?

Google und Du habt mehr gemeinsam, als man im ersten Moment vielleicht denkt! Ihr folgt beide ständig Verlinkungen auf Websites, die euch wiederum auf andere Websites verweisen. Während Du aber tendenziell nach einer Weile bei Youtube, Amazon und Co hängen bleibst, folgt der Google Bot konsequent und akribisch, wie ein Detektiv, jedem einzelnen Link den er finden kann. Verlinkungen verraten Google nämlich eine ganze Menge! Anhand von Links kann die Suchmaschine nachvollziehen, wie das Internet und Deine Website strukturiert ist. So erkennen Suchmaschinen Zusammenhänge und identifizieren wichtige bzw. weiterführende Inhalte.

Welche Arten von Verlinkungen gibt es?

Grundsätzlich kann man zwei Arten von Links unterscheiden! Es gibt die internen Links, welche von Deiner Domain auf eine andere Seite Deiner Domain verlinken und es gibt die externen Links, welche von Deiner Domain auf eine andere verweisen. Je nach Perspektive nennt man externe Links dann auch Backlinks! 

  • Interner Link: X -> X
  • Externer Link: X -> Y
  • Backlink: Y -> X

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Du weißt bereits: Ein interner Link ist ein Link von einer Seite auf Deiner Webseite zu einer anderen Seite auf Deiner Webseite. Sowohl Nutzer als auch Google verwenden Links, um Content auf Webseiten zu finden. So weit, so gut! Internetnutzer verwenden Links vor allem, um durch Webseiten zu navigieren, zum Beispiel über die Navigationsleiste einer Seite. Genauso machen das auch Suchmaschinen! Das heißt im Umkehrschluss: Führt kein einziger (interner) Link auf Deine Webseite, ist es auch für Google schwer, diese zu finden. Google macht es sich nämlich zur Aufgabe, den wichtigsten Content einer Domain zu identifizieren. Dieser Content wird dann auch Pillar Content oder Cornerstone Content genannt. Das Ziel ist also immer, den Pillar Content durch eine durchdachte Linkstruktur für Nutzer und Suchmaschinen deutlich zu machen.

Man unterscheidet verschiedene Arten von internen Links. Zusätzlich zu den Links auf Homepages, im Menü oder im Footer, kann man auch Links innerhalb des Contents platzieren. Das nennt man dann Content Links. Sie haben das Ziel, auf verwandte und ähnlich interessante Inhalte zu verweisen. Außerdem weiß Google dadurch, welcher Content auf einer Website miteinander in Verbindung steht und kann dadurch den Wert ermitteln. Also ist nur logisch: Um so mehr Links eine Webseite erhält, desto wichtiger stuft Google sie ein und desto besser ranked sie. 

„Alle Wege führen nach Rom!“. Hinter diesem antiken Ausspruch steckt eine bedeutsame Wahrheit für Dein SEO! Was für eine altertümliche Reise nach Rom die Straßen und Wegweiser waren, sind für Nutzer und den Google-Crawler heutzutage die Verlinkungen! Umso mehr Verlinkungen zu Deinem Content führen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Deine Zielgruppe häufig bei Deinem Content landet.

Doch wie genau kannst Du darauf Einfluss nehmen? Backlinks bzw. Externe Links sind hier genauso wichtig wie interne Verlinkungen. Jedoch hast Du auf interne Verlinkung grundsätzlich einen höheren Einfluss! Klar ist auch: Backlinks können theoretisch erworben werden und das Geschäft mit ihnen hat trotz Google-Verbot immer noch Hochkonjunktur! Interne Verlinkungen hingegen können komplett ohne Angst vor Abstrafung seitens Google bis ins letzte Detail optimiert werden. Wir zeigen Dir anhand der wichtigsten Stellschrauben was alles dazugehört und geben Dir am Ende nochmal eine Schritt für Schritt Anleitung für Deine perfekte interne Verlinkung!

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Linkjuice – Das SEO-Lebenselixier

Wir haben verstanden, dass Google Webseiten bzw. einzelne URLs besser bewertet, wenn eine große Anzahl an Backlinks oder internen Links auf sie verweist. Jetzt ist noch wichtig zu begreifen, dass jeder Link einen Teil der Kraft von der Website mitnimmt, von der er stammt. Diese ominöse Kraft besteht aus einigen Variablen. Um hier nicht jedes Mal im Detail zu versinken, nennt man sie zusammengefasst LinkJuice. Juice (zu deutsch: Saft) soll symbolisieren, dass Kraft von einer Website über den Link fließt. Stell dir vor, wie eine reife Orange ausgepresst wird und der zuckersüße Saft in verschiedene Gläser läuft. Die Orange ist in dieser Metapher die Ursprungs-Website, ihr Saft die von Google bewertete Kraft der Links und die Gläser die Ziel-Webseiten.

Das ist noch nicht saftig genug? Dann ist es wichtig zu wissen, dass das zwei der wichtigsten Variablen aus der Rezeptur von LinkJuice sind:

  • PageRank
  • TrustRank

Und auch das Crawlbudget spielt hier indirekt eine Rolle!

PAGERANK

Der PageRank ist ein von Google entwickelter Algorithmus, der bis zum Jahr 2013 aktualisiert wurde und den Wert einer Webseite zwischen 0 und 10 berechnet. Im Grunde funktioniert der PageRank ähnlich wie LinkJuice und wird deshalb oft synonym verwendet. Google berücksichtigt für die Berechnung die Anzahl und die Qualität der Links, die auf eine Webseite verweisen.

Ein Beispiel: Erhält Deine Webseite qualitativ hochwertige Links von einer Seite, die bereits einen hohen PageRank hat, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass auch Deine Webseite einen hohen PageRank-Wert erreicht. Andersherum gedacht, bringen sehr viele Links von einer schlechten bewerteten Website nicht viel und setzen den PageRank Deiner Webseite eher herab. Man kann also sagen, dass der PageRank nicht direkt und zwangsläufig etwas über die Qualität des Contents einer Webseite aussagt. Dass das ziemlich einseitig ist hat auch Google verstanden und lässt deshalb noch weitere Kriterien für die Berechnung des LinkJuices miteinfließen.

TRUSTRANK

Der TrustRank ist ein Algorithmus der 2004 erstellt wurde, um PageRank zu ergänzen. Er errechnet, wie viele der eingehenden Backlinks aus seriösen Quellen stammen. Je höher diese Anzahl, desto höher auch der TrustRank. Jetzt könnte man sich fragen, woher Google eigentlich weiß, dass die Ursprungsseite vertrauenswürdig ist, oder? Schließlich muss irgendeine Webseite als 100% vertrauenswürdig eingestuft worden sein, um eine Grundlage zu schaffen von der ausgegangen wird. Hier hat Google manuell einige Webseiten als sehr vertrauenswürdig eingestuft. Diese Seiten werden „Seed Sites“ genannt. Diese Seed Sites sind beispielsweise Webseiten von öffentlichen Einrichtungen, Forschungsprojekten oder Universitäten, bei denen die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist, dass von dort aus auf Spam-Seiten verwiesen wird. Umso näher eine Unterseite nun per Verlinkung an einer Seed Site ist, desto höher auch ihr Ranking.

CRAWL BUDGET

Vor dem Gesetz sind wir alle gleich, vor Google aber nicht! Vor allem Webseiten können sehr unterschiedlich behandelt werden. Ein gutes Beispiel hierfür ist das Crawl Budget. Das Crawl Budget ist abhängig vom PageRank und sagt aus, wie viele Unterseiten pro URL gecrawled werden. Ein hohes Crawl Budget ist also vor allem wichtig für eine Webseite mit sehr vielen Unterseiten. Schließlich sollen so viele Seiten wie möglich gecrawled werden, weil sie auch nur so von Google indexiert werden.

Linkjuice optimal nutzen

Wie wird Content denn nun sinnvoll und mit Mehrwert verlinkt? Auch hier gilt es auf ein paar Feinheiten zu achten. Bei der internen Verlinkung kommst Du an einer durchdachten Struktur nicht vorbei!

Silos (Cluster)

Mache dir zu Beginn bewusst, welche deine stärksten Seiten sind, also welches die Seiten mit Pillar Content sind. Um anschließend eine gute Struktur darauf aufzubauen, ist es sinnvoll Silos (auch Cluster genannt) zu verwenden. Einfach gesagt, sind Silos Themenblöcke, in die Du deine Webseite thematisch unterteilst.

Um Linkjuice bestmöglich zu nutzen, solltest Du nur innerhalb dieser Themenblöcke verlinken.

NoFollow Links

Es gibt seit 2005 die Möglichkeit, Links oder Dokumente auf einer Webseite mit einem „nofollow“ Tag zu versehen. (dofollow ist das Gegenteil und praktisch jeder „normale“ Link) Google hat diese Option eingeführt, um dem Google Bot sagen zu können „Hier ist ein Link, aber geh dem bitte nicht nach 😋“ Das Ganze mit dem Hintergedanken an Linkjuice. Kluge Content-Creator konnten so nämlich Einfluss darauf nehmen, welche Links die kostbare Linkjuice bekommen. Schließlich sind nicht alle Links auf einer Seite gleich wichtig! Inzwischen ist Google hier aber smarter geworden. Die Gelehrten sind sich nicht 100% einig, jedoch scheint es so als würden „normale“ dofollow Links nicht automatisch mehr Linkjuice bekommen, nur weil andere Links das nofollow Attribut haben. Auch nofollow Links verbrauchen Linkjuice und am besten scheint die Taktik zu sein, nur so viele Links wie nötig, die so relevant wie möglich sind zu setzen. 

Einfache Faustregel für interne Verlinkung: keine nofollow Tags verwenden, da der Google Bot Deine Webseite bestmöglich verstehen soll!

Ankertext

Ankertexte (auch. Linktext genannt) sind die Texte, die mit einem Link hinterlegt sind. Der Text gibt im besten Fall Auskunft darüber, was sich in hinter dem Link verbirgt. 

Man unterscheidet hier zwischen harten und weichen Ankertexten

  • Harte Ankertexte:Werden oft in Zusammenhang mit den verpönten Keyword-Stuffing gebracht, da der Ankertext das Haupt-Keyword für das Linkziel ist. Bei der externen Verlinkung straft Google eine zu starke Verwendung von harten Ankertexten ab! Aber keine Sorge: Bei der internen Verlinkung dürfen (und sollen!) die Ankertexte so hart wie möglich sein!
  • Weiche Ankertexte:Fügen sich sanft und unauffällig in den Lesefluss ein und fallen nicht auf durch Keywords. Weiche Ankertexte sind oftmals branded. Häufig werden hier also Markennamen (Brands) mit der zugehörigen Domain verlinkt.

Wann benutze ich nun weiche und wann harte Ankertexte? Eine allgemeingültige Aussage lässt sich hier nicht treffen. Man kann aber sagen, dass bei externer Verlinkung deutlich mehr weiche als harte Ankertexte verwendet werden sollten. Ein guter Richtwert ist hier ein Verhältnis von 1:10. Bei der internen Verlinkung hingegen, können sorgenfrei überwiegend harte Ankertexte verwendet werden. 

Contentlinks vs. Wiederkehrende Links

Wenn intern verlinkt wird, kann man zwischen zwei Arten von Links unterscheiden.

  • Wiederkehrende Links: Sie dienen vor allem der Navigation. Typischerweise sind sie in Navigationsleisten und im Footer zu finden. 
  • Contentlinks:Sie befinden sich meist im Fließtext und verlinken auf relevante Inhalte die spezifisch für den Text sind, in dem sie gesetzt sind. 

Schritt für Schritt zur eigenen internen Linkstruktur

Du weißt jetzt, warum Interne Verlinkung wichtig ist. Außerdem kennst Du die verschiedenen Arten von Links und welche Kniffe und Feinheiten von Nöten sind, um Links optimal zu verwenden. Jetzt folgt eine einfache Anleitung in 4 Schritten, an der Du Dich für Deine eigene interne Verlinkungsstrategie orientieren kannst.

1. ZUERST DIE STRUKTUR

Deine Webseite sollte im besten Fall aufgebaut sein, wie eine Pyramide mit drei Ebenen. Jede Seite sollte mit maximal 3 Klicks erreichbar sein! An der Spitze steht die Homepage, darunter befinden sich die verschiedenen Kategorien und ganz unten gibt es die einzelnen Unterkategorien mit Beiträgen und Seiten.

2. DEN CORNERSTONE CONTENT (oder auch Pillar Content) IDENTIFIZIEREN

Was sind die wichtigsten Inhalte und warum lohnt es sich das einmal zu analysieren? Dein Cornerstone (zu deutsch „Eckpfeiler“) Content spiegelt diese wieder. Auch Google soll ganz genau wissen, was der wichtigste Inhalt ist. Du solltest daher von verschiedenen Stellen auf Deinen Cornerstone Content verlinken. Damit vermittelst Du nämlich Linkkraft bzw. LinkJuice an die wichtigsten Seiten. Du erinnerst Dich: Das kann mit Contentlinks oder Wiederkehrenden Links gemacht werden!

3. VERLINKE ENTLANG DER HIERARCHIE 

Deine Website-Struktur ist gut durchdacht und die verschiedenen Hauptkategorien (Man nennt sie auch Cluster oder Silos) teilen sich wiederum auf in Unterkategorien? Perfekt! Jetzt ist es wichtig die einzelnen Seiten entlang ihrer Hierarchie zu verlinken. Das bedeutet, Von einer Hauptkategorie auf die Unterkategorie und andersrum! Auch sogenannte Geschwisterseiten, die thematisch verwandt sind, werden im besten Fall miteinander verlinkt. Was sich hier sehr gut anbietet: ein „Ähnliche Beiträge“ Modul auf deiner Webseite! 

4. KATEGORIEN & TAGS

Kategorien und Tags bezeichnet man auch als Taxonomien. Sie sind dazu da, um Deine Website zu organisieren. Aber nicht nur das! Sie helfen auch Google und Nutzern zu verstehen, worum es in Deinem Inhalt geht. Wenn Du also Blogbeiträge hast, kann es ein großer Vorteil sein, aussagekräftige interne Links zu den Taxonomien hinzuzufügen, zu denen der Beitrag gehört. 

Zusammenfassung: Interne Verlinkung

Interne Verlinkung bedeutet zusammengefasst die Weiterleitung von einer Seite der gleichen Domain auf eine andere. Interne Verlinkung hat eine große Relevanz für das Verständnis der Suchmaschinen für Deine Seite und deren Inhalte. Letztlich ist sie daher ein wichtiger Rankingfaktor für Deine Webseite! Eine gut durchdachte Interne Verlinkung zeigt Nutzern und Suchmaschinen den Weg und gibt Deiner Webseite die nötige Struktur. Außerdem geben interne Verlinkungen LinkJuice (teilweise auch Linkpower, Autorität oder Linkkraft genannt) weiter und diese kann aktiv gesteuert und beeinflusst werden.

Sophie Diehl

SEO // Content Marketing // Social
Begeisterungsfähig ist das Wort mit dem Sophie von ihrer besten Freundin im Abibuch beschrieben wurde. Mit dieser Begeisterungsfähigkeit hat Sophie dann Grundschullehramt studiert und zwei Jahre lang als Klassenlehrerin unterrichtet. Bei H&W sucht sie nun neue Herausforderungen und liebt es für Kunden unterschiedlichste Themenfelder im Online Marketing aufzubereiten.