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WDF*IDF – einfach erklärt!

von Manuel Maringolo | 17.05.2022 | WIKI

WDF IDF einfach erklärt

Wenn Du jetzt denkst WDF, IDF, WTF??, dann bist Du hier genau richtig. Wir erklären Dir alles rund um das Thema WDF*IDF-ANALYSE, für was diese Abkürzung steht und ob und warum das WDF*IDF-Tool für Deine Webseite wichtig ist. Wir schauen uns die Vorteile und Nachteile an und betrachten die Formel, die jedes Mathematiker Herz höher schlagen lässt. Nach diesem Beitrag wird der Begriff WDF*IDF ein Klacks für Dich sein.

Was ist eine WDF*IDF Analyse?

Das WDF*IDF-Tool ist für die Analyse textlicher Inhalte einer Webseite zuständig und wird zur Suchmaschinenoptimierung verwendet. Sie berechnet dir das Verhältnis Deines Inhaltes zu dem, der am besten rankenden Webseiten, Artikeln, Bloqs, etc. Die WDF*IDF-Analyse hilft dir, die Bedeutsamkeit Deines Contents (verglichen mit dem der anderen Wettbewerbern) zu bemessen. Mit ihrer Berechnung wird Dir eine passende Termgewichtung und Länge des Textes vorgeschlagen. Dadurch ist dir eine Verbesserung der Relevanz deines Contents möglich. Die Analyse ist um einiges komplexer als viele anderen simplen Keywordzähler, die meist nur auf die Häufigkeit der wichtigsten Keywörter fokusiert sind. WDF*IDF ist die Bezeichnung für eine mathematische Formel (WDF IDF- FORMEL), die anhand von einem Logarithmus Deinen Content ins Verhältnis mit dem Content der best rankenden Webseiten setzt.  

Was bedeutet WDF

WDF steht für “Within Document Frequency”. Hier wird die Frequenz bestimmter Terme (Keywords) berechnet. Das bedeudet, es wird berechnet wie häufig ein Wort oder eine Kombination aus Wörtern in deinem Text vorkommt. Hier wird zusätzlich die Länge des Inhaltes betrachtet und die Häufigkeit im Dokument vorkommender Terme mit ähnlicher Bedeutung. Das von WDF-Analyse berechnete Verhältnis (Häufigkeit der Keywords und Länge des Textes) bezieht sich auf nur Dein Dokument. Um es besser zu machen als alle anderen Wettbewerber, brauchen wir aber auch einen Vergleich zu Webseiten mit ähnlichem Content. Und hier kommt das IDF-Tool in’s Spiel! Aber zuerst werfen wir einen Blick auf die Formel.

Die WDF-Formel:

Nun schauen wir uns das ganze mal mathematisch an. Hier sehen wir die WDF-Formel. Das sieht nun für den ein oder anderen vielleicht erstmal kompliziert aus. Keine Sorge, wir eklären es dir!

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Die Gründe für eine zunehmende Banner Blindness

Das Phänomen, das Banner Ads immer seltener wahrgenommen werden, lässt sich auf verschiedene Ursachen zurückführen. Ein besonders plausibler und schwerwiegender Grund ist die extreme Reizüberflutung innerhalb und außerhalb des Internets. Egal, wo man sich derzeit aufhält, überall sehen wir Reklamen, Werbetafeln, Flyer und ähnliches.

Einer Theorie nach führte dies zu einer Schulung unseres Gehirns, das immer besser bedeutende von unbedeutenden Inhalten trennt. Wenn wir also mit einer bestimmten Intension auf einer Website sind, werden wir auch aufmerksam nach genau diesen Inhalten suchen. Die Elemente, die dafür nicht relevant sind, werden von den Konsumenten immer häufiger ausgeblendet. Dies ließ sich durch eine Untersuchung auch zeigen. User, die ohne ein bestimmtes Ziel auf einer Website unterwegs waren, klickten die Anzeigen der Werbetreibenden häufiger an.

Der Ärger mit den Fake-Dialog-Boxen

Ja, auch 2021 haben wir immer noch mit den sogenannten Fake-Dialog-Boxen zu kämpfen. Bei diesen handelt es sich um falsche Fehlermeldungen, Viruswarnungen oder Gewinnbenachrichtigungen, die beim Anklicken den Computer mit Werbung überhäufen oder sogar einen Virus auf den PC installieren. Während vor einigen Jahren noch viele Menschen darauf reinfielen, sind die meisten heutzutage sehr misstrauisch geworden. Diese Wahrnehmung auf die Boxen und Banner verstärkt leider die Bannerblindheit und senkt dadurch die Klickraten der User.

Formel für den WDF-Wert

WDF, also der Wert des Wortes den wir ausrechnen wollen, bezieht sich auf das Wort (i). Die Frequenz (Freq) des Wortes (i) auf Deinem Dokument (j) sagt wie häufig dieses Wort auf dem Dokument vorkommt -> Freq (i,j). Die +1 darf im Zähler nicht fehlen, denn sie sorgt dafür, dass falls Freq (i,j) = 0 ist im Zähler keine Minuszahl steht sondern 0. Im Nenner geht es um die Anzahl der Worte im Dokument (L). Also i=Wort, j= Dokument, L= Anzahl der Wörter in Dokument j und Freq(i,j)= Häufigkeit des Wortes i im Dokument j. 

Nach der Begriffserklärung schauen wir uns das nun anhand eines einfachen Beispiels an.

Beispiel:

Dein Text besteht aus 2000 Wörtern. Somit ist L=2000. Das Wort(i) hat eine Häufigkeit von 36 in Deinem Text. Also ist Freq(i,j)= 36. Diese zwei Angaben musst Du nun nur noch einsetzen und schon hast Du dein Ergebnis!

log(36+1) ÷ log(2000) = 0,475…. also 0,5 wenn man es rundet. 

WDF=0,5

Dieser Wert muss jetzt noch mit der IDF-Formel multipliziert werden.

Was bedeutet IDF

IDF steht für “Inverse Document Frequency”. Die IDF-Analyse schaut sich nun auch die Frequenz anderer Webseiten an und analysiert die Inhalte und die längen der Texte. Für die Inverse Document Frequency sind hierbei nur die Webseiten mit den besten Rankings interessant. Hier wird die Häufigkeit der Verwendung der Keywords in Deinem Dokument in das Verhältnis mit dem anderer Dokumente gesetzt. Wir haben nun also einen perfekten Vergleich zu den Webseiten mit den höchsten Rankings und können dadurch eine Analyse beziehen.

Die IDF-Formel:

Die IDF-Formel bezieht sich im Gegensatz zur WDF-Formel nicht nur auf das eigene Dokument, sondern schaut sich den Wettbewerb an. Im Nenner ƒ(i) geht es um die Anzahl der Dokumente in denen das Wort(i) vorkommt. Der Zähler ΝD beschreibt die Anzahl der Dokumente im gesamten Dokumentenkorpus. Also die Gesamtzahl der Dokumente.

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Formel für den IDF-Wert

Auch hier ein einfaches Beispiel: 

Beispiel:

Wenn das Tool Deinen Text mit 20 anderen Dokumenten vergleicht. Also ist ΝD= 20. Dein Wort(i) in 18 von diesen Dokumenten vorkommt. Also ist ƒ(i) 18.

Diese zwei Werte nun einsetzen.

log( 1+20÷18) = 0,3245… also 0,32 gerundet.

IDF= 0,32

Um den WDF*IDF- Wert nun zu berechnen multiplizierst Du nun die zwei Werte miteinander. 

0,5 x 0,32 = 0,16

Was ist ein guter WDF*IDF-Wert?

Anders als man vielleicht erstmal vermutet, heißt es hier nicht je höher desto besser. Denn umso größer der berechnete Wert Deines Keywords ist, desto weniger Relevanz hat es verglichen mit anderen Texten. Wenn wir beispielsweise einen WDF Wert von 0,5 haben und unser IDF Wert beträgt 2,17, so erhält man nach multiplizieren der beiden Werte einen WDF*IDF Wert von 1,085. Dabei handelt es sich um einen guten Wert. 

Wie funktioniert WDF*IDF

Zuerst legst Du ein Hauptkeyword fest, das ausschlaggebend ist, für Deinen Text den Du optimieren möchtest. Mit diesem Suchbegriff wird nun eine WDF* IDF Analyse durchgeführt. Mit der WDF*IDF-Formel wird die für das Keyword richtige Termgewichtung mit Berücksichtigung der Textlänge ausgerechnet. Zusätzlich werden dir die relevanten Terme und Term Kombinationen angezeigt. Jedes Wort hat somit seinen eigenen WDF*IDF-Wert und wird nach seiner Wichtigkeit eingestuft. Dafür werden die Webseiten mit den besten Rankings untersucht und verglichen. Jetzt kann der Text mit Hilfe der berechneten Termoptimierung erstellt werden. 

Ist die WDF*IDF-Analyse ein Garant für ein gutes Ranking?

Nein! Mit dem Einsatz des WDF*IDF-Tools hast du die Möglichkeit einen positiven Effekt auf die Suchmaschinenoptimierung deiner Webseite zu erzielen. Das bereit gestellte Spektrum an relevanten Termen und die empfohlene Gewichtung der Worte, können eine Hilfe bei der Verbesserung deines Contents sein. Dies kann eine rankingsteigernde Wirkung haben. Jedoch ist ein gutes Ranking damit nicht garantiert. Die Qualität des Textes hängt immer von seinem Autor ab. Das Tool ist nicht in der Lage semantische Zusammenhänge zu erfassen und dient dadurch lediglich als Unterstützung

Muss man mit der WDF*IDF- Analyse arbeiten?

Nein! Die WDF*IDF-Analyse kann als Hilfestellung benutzt werden ist aber absolut kein Muss. Am Ende geht es um die Qualität und die Verständlichkeit des Textes und diese hängt vom Verfasser selbst ab und von keinem Programm. 

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Arbeitet H&W// mit WDF*IDF?

Ja. Wir verwenden das WDF*IDF-Tool als zusätzliche Hilfestellung für unsere Texte, sozusagen als Erweiterung unseres Horizontes. Bei der richtigen Kombination aus Wissen, Recherche, Schreibgewandtheit und der WDF*IDF-Alanyse ist es unserer Meinung nach möglich eine Optimierung der Textqualität zu schaffen. 

Die Vorteile von WDF*IDF – Analysen

1.Keyword-Optimierung

Dank der Analyse der Webseiten mit den höchsten Rankingquoten wird eine Keyword-Optimierung erzielt. 

2.Hohe Varianz an Termen und Termkombinationen

Das WDF*IDF Tool sticht besonders durch seine große Auswahl an Begrifflichkeiten heraus. Die Analyse bietet DIr viele Wortkombinationen und ein Angebot an artverwandten Termen

  1. Verbesserung Deines Rankings 

Mit Hilfe des WDF*IDF-Tools kannst Du deine Sichtbarkeit erhöhen. Mit der Verwendung der relevanten Terme kannst du Deinen Content optimieren und somit ein höheres Ranking erreichen.

  1. Hilfe bei der Optimierung von Inhalten

Du kannst Deine Inhalte jederzeit neu überarbeiten. Denn auch Deine Mitbewerber wollen natürlich nach oben. Mit der WDF*IDF Analyse erkennst Du mit einem Blick wie Du deine Inhalte optimieren kannst. 

Die Nachteile der WDF*IDF – Analyse

  1. Ohne Wettbewerb kein Nutzen 

Zur Berechnung der Analyse braucht die Formel die Inhalte der Mitbewerber. Wenn es also keinen Wettbewerb gibt für deinen Bereich, ist das WDF*IDF – Tool für Dich nutzlos.

  1. Keine Versicherung für eine gute Textqualität 

Es handelt sich bei der WDF*IDF-Analyse um eine rein Mathematische Formel. Sie kann Dir zwar bei der Gewichtung der Worte und Länge des Textes helfen aber ist kein Garant für eine gute Textqualität.

  1. Ständige Neuanalysierung und Anpassung des Contents 

Da der Wettbewerb mit ähnlichen oder selben Mitteln arbeitet, kommt es zu schnellen Veränderungen in den ersten Reihen der Browserergebnissen. Deine Beiträge müssen also ständig neuanalysiert und Dein Content an den der Mitbewerber angepasst werden.

  1. Keine semantischen Zusammenhänge

Das WDF*IDF-Tool ist nicht in der Lage semantische Zusammenhänge zu verstehen. Die Verständlichkeit und Lesbarkeit der Texte hängt daher allein von dem Können des Autors ab.

Zusammenfassung: WDF*IDF

Die WDF*IDF-Analyse ist bei der richtigen Anwendung durchaus ein hilfreiches Tool und kann als Unterstütztung zur Hand genommen werden. Dennoch ist sie keine Garantie für eine gute Textqualität oder eine Verbesserung des Rankings. Bei der Analyse handelt es sich um rein mathematisch berechnete Werte, die keinen semantischen Zusammenhang erkennen können. Zusammengefasst kann man also sagen: Das WDF*IDF-Tool sollte als kleiner Helfer des Autors gesehen werden und nicht als Hauptakteur. Einem guten Texter wird mit der Analyse eine Optimierung gelingen, denn er kann sein Spektrum damit vergößern. Aber die Leserfreundlichkeit und Verständlichkeit und damit die Qualität, um die es am Ende geht, wird bislang noch vom Menschen gesteuert und keiner Formel.

Manuel Maringolo

Manuel Maringolo

SEA // UI/UX-Design

Manuel interessiert sich schon lange für den gesamten Kosmos des Online-Marketings. So kam er auch zu seinem breitgefächerten Studiengang OnlineMedien. Nachdem er im Februar 2022 dieses beendet hat, kümmert er sich bei H&W nun hauptsächlich um die Bereiche SEA und UI/UX-Design.